Forschung

Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung

Die molekularen Lebenswissenschaften erlauben uns immer tiefere Einblicke in die Lebensvorgänge. Spätestens seit der spektakulären Entschlüsselung der Struktur des menschlichen Genoms im Juni 2000 ist uns die ungeheure Dynamik des Erkenntnisgewinns bewusst. In der biomedizinischen Forschung erschließt sich eine Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten.

Kernfelder der molekularen Lebenswissenschaften wie Humangenomforschung, Proteomforschung, Systembiologie und Bioinformatik vermitteln ein vertiefendes Verständnis von den komplexen und dynamischen Vorgängen des Lebens bis auf die molekulare Ebene und stellen neue Methoden zur Verfügung, die gezielte Analysen und die Darstellung von biologischen Prozessen ermöglichen. Damit erschließt sich eine Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten in der biomedizinischen Forschung. Das Wissen über die molekularen Vorgänge in der Zelle, im Organismus, im Körper bietet die Voraussetzungen für die Erforschung menschlicher Erkrankungen und die Entwicklung darauf basierender therapeutischer und präventiver Interventionen.

Als begleitende Maßnahme im Bereich der Genom- und medizinischen Forschung fördert die Bundesregierung gezielt die Vorsorgeforschung, die die Risiken der Gentechnologie erfasst und den langfristigen Ersatz und die Reduktion von Tierversuchen fördert.

Deutschland verfolgt die strategische Entwicklung der biomedizinischen Forschung verstärkt seit 1998, insbesondere durch Maßnahmen im Rahmenprogramm "Biotechnologie - Chancen nutzen und gestalten" und im Programm der Bundesregierung "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen". Der schnelle Wissenszuwachs in den molekularen Lebenswissenschaften macht zudem sehr deutlich, dass eine naturwissenschaftliche Disziplin alleine sehr schnell an ihre Grenzen zum Gesamtverständnis des Lebens führt. An diesem Punkt zeichnen sich neue Handlungsfelder ab, die durch eine integrative, fachübergreifende Forschungsförderung angegangen werden müssen, um den Einblick in die Lebensvorgänge vertiefen zu können.

  • Forschung

    Medizinische Genomforschung

    Die Struktur- und Funktionsanalyse des menschlichen Genoms bietet einzigartige Möglichkeiten, die Rolle und den Beitrag genetischer Faktoren zu Gesundheit und Krankheit vertieft zu verstehen sowie den Einfluss von Umweltfaktoren bei der Krankheitsentstehung genauer zu bestimmen. Davon ausgehend können auch die Struktur und Rolle der Proteine (Proteomik), des Stoffwechsels (Metabolomik) und regulatorischer Systemkomponenten im Hinblick auf die molekularen Grundlagen von normalen und pathologisch veränderten Funktionen der Zellen und Organe erforscht werden.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1038.php)
  • Forschung

    Biologische Sicherheitsforschung

    Gentechnisch veränderte Pflanzen werden nicht nur unter Laborbedingungen gezogen und beobachtet, sondern auch unter Freilandbedingungen. Das dadurch gewonnene Wissen über das ökologische Verhalten gentechnisch veränderter Pflanzen und über die Auswirkungen ihrer Anwendungen sind Gebote einer verantwortlichen, am Vorsorgeprinzip orientierten Nutzung der neuen Technik. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekte lieferten bisher keine wissenschaftlichen Belege für ökologische Schäden durch die untersuchten gentechnisch veränderten Pflanzen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1013.php)
  • Forschung

    Systembiologie

    Biologische Prozesse sind das Ergebnis komplexer dynamischer Interaktionen in und zwischen Zellen, Organen sowie gesamten Organismen. Die Systembiologie bietet einen Forschungsansatz, dessen Ziel im Verständnis und darüber hinaus in der Vorhersage solcher Lebensvorgänge liegt. Modernste experimentelle Methoden der Biologie werden hierzu interdisziplinär mit Wissen und Technologien aus Mathematik, Informatik, Physik und Ingenieurwissenschaften verknüpft. Dieser iterative Zyklus aus Laborversuch und Modellierung begründet die besondere Leistungsfähigkeit der Systembiologie.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1140.php)
  • Hightech-Strategie

    Nationales Netzwerk Computational Neuroscience

    Der Hirnforscher Hennig Sprekeler von der Humboldt-Universität Berlin erhält für seine Forschung zum Gedächtnis und zum Lernen den diesjährigen Bernstein-Preis in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Sprekeler untersucht, wie das Gehirn einerseits Erinnerungen behalten und sich dennoch durch Lernvorgänge verändern kann. Seit 2006 vergibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den "Bernstein-Preis für Computational Neuroscience", der weltweit zu den höchstdotierten Förderpreisen zählt. Der Bernstein-Preis soll herausragenden Nachwuchswissenschaftlern optimale Bedingungen für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung bieten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/3063.php)
  • Forschung

    Tierzüchtung und Tiergesundheit

    Tierseuchen und andere infektiöse Tierkrankheiten können weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt haben. Jüngste Beispiele hierfür sind die Vogelgrippe oder die "Neue Grippe" (auch "Schweine-Grippe" genannt). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet daher zusammen mit 15 weiteren europäischen Partnern eine Forschungsoffensive im Kampf gegen Tierkrankheiten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/13866.php)

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/979.php)

Publikationen

  • Impulsgeber Lebenswissenschaften ID = 1115

    Titelbild der Publikation

    Forschung für die Innovationen der Zukunft

    2009, 61 Seiten
    Bestell-Nr.: 30488

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 4,10 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/impulsgeber_lebenswissenschaften.pdf)

  • Rahmenprogramm Biotechnologie - Chancen nutzen und gestalten ID = 309

    Titelbild der Publikation

    2001, 48 Seiten

    Download [PDF - 1,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/rahmenprogramm_biotechnologie.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 38 21 1210
    • Faxnummer: 0228 /38 21 1257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DLR&P_APC_REF=614&Z_CHK=0
  • Projektträger Jülich (PtJ)

    • Bereich BIO
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61 5543
    • Faxnummer: 02461 61 9080
    • E-Mail-Adresse: ptj-bio@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/gesundheitsforschung